Nach dem Aussäen des Samens muss dieser nun bald gegossen werden, das macht man am besten mit der Gießkanne oder mit einer feinen Brause. Eine andere Methode besteht darin, dass man den Topf oder die Saatschale in einen Wasserbehälter stellt bis die Oberfläche des Saatbodens feucht wird. Hat man den Samen in einem in Eigenbauweise ausgebracht, so deckt man dieses nun mit Fenstern ab und hält sie bis zum Auflaufen geschlossen und schattig. Natürlich gibt es auch fertige Frühbeete, die Form und die Materialien sind Vielfältig und man spart sich das Anbringen der Fenster. Stellt man die Saatschalen oder die Töpfe in der Wohnung ans Fenster, so sollte man sie mit einer kleinen Glasscheibe oder einer Kunststoffhaube abdecken. Fenster in Süd- oder Westrichtung eignen sich ausgezeichnet für die Aufzucht. Vor zu starker Sonneneinstrahlung die das Substrat leicht austrocknet kann man die Keimlinge durch Abdecken mit Papier schützen. Sobald der Samen zu keimen beginnt, wird das Papier und die Abdeckung entfern, denn jetzt brauchen sie besonders viel Licht, um sich zu gesunden und kräftigen Pflanzen entwickeln zu können. Wenn die ersten Keimblätter erscheinen und sich die kleinen Pflanzen gegenseitig einengen, dann ist es Zeit sie in größere Töpfe zu setzen oder gleich ins Freiland zu pikieren. Die Töpfe und Pikierkisten werden ebenfalls wie bei der Aussaat gereinigt und mit TKS, Torf-Kultursubstrat gefüllt und leicht mit einer Brause gegossen. Die Anzahl der Pflanzen in einer Pikierkiste richtet sich nach ihrer Größe. Man nimmt nun die Pflanzen vorsichtig aus der Saatschale und trennt sie voneinander. Dabei sollte man die kleinen empfindlichen Pflanzen immer an den Keimblättern und nie am Stengel nehmen, der ist noch sehr druckempfindlich. In der Pikierkiste zeichnet man sich mit dem Pikierholz, einem Bleistift oder ähnlichem die Stellen vor, an die man die Keimlinge pflanzen möchte. Man macht ein Loch, das so tief sein sollte, dass die Wurzeln mit ihrem kleinen Ballen nicht eingedrückt werden müssen. Nun setzt man die Pflanze soweit ein, dass gerade die die Keimblätter herausschauen. Sie werden mit dem Pikierholz angedrückt und ganz leicht mit abgestandenem und lauwarmen Wasser gegossen. Die jungen Pflanzen brauchen weil Licht, Wärme und gleichmäßige Feuchtigkeit.