Eine große Anzahl von Pflanzen zieht man aus Samen. Für die Aussaat braucht man Saatschalen oder Saattöpfe mit einer Tiefe von 5 bis 6 cm. Die Sauberkeit und die Keimfreiheit von Saatgut, Saaterde und Saatgefäß ist entscheidet für das gute Gelingen der Anzucht. Gartenerde ist nicht zu empfehlen weil diese Unkrautsamen und Schädlinge enthalten kann. Gut eignet sich reife Unkrautfreie Komposterde mit Torf und Sand vermischt, oder Torf-Kultursubstrat, das aus einer Mischung von Torf, Kalk und Dünger besteht und Keimfrei ist, abgegkürzt TKS. Verwendet man Saatschalen und Töpfe so empfehlen sich Plastikschalen, Tontöpfe für die Anzucht größerer Pflanzen und Torftöpfe sogenannte Jiffy Pots die aus Torf und Zellulose bestehen und mitsamt der Pflanze ausgebracht werden. Bei allen Behältern mit Ausnahme der Jiffy Pots ist es wichtig, dass man für eine gute Drainage sorgt. Nun füllt man die Gefäße bis etwa einen Zentimeter unter den Rand mit feuchter Anzuchterde, drückt diese mit den Fingern in den Ecken und am Rand locker an, ebnet die übrige Fläche und streut das Saatgut aus. Die Samen müssen dünn und gleichmäßig ausgestreut werden, weil die Sämlinge sonst zu dicht aufgehen und man später beim Pikieren die kleinen Pflanzen nur schwer trennen kann. Außerdem bilden sie nur schwache Stengel aus, die leicht umfallen können. Kleine Samenkörner werden in breiten Würfen auf die Substratoberfläche ausgesät. Bei dieser Art des Säens schüttet man etwas Samen, gerade genug für einen Topf auf die Handfläche und bewegt diese hin und her und klopft mit der anderen Hand auf die Handfläche, so werden die Samenkörner gleichmäßig verteilt. Ganz kleine Samenkörner vermischt man 1:1 mit trockenem Quarzsand, so erhält man mehr Masse und man kann den Samen leichter aussäen. Bei Tomaten etwa wir die sogenannte Dippelsaat vorgenommen, bei dieser Form der Aussaat werden die relativ großen Samenkörner einzeln und in größeren Abständen auf dem Boden ausgebracht. Bei sehr großen Samenkörnern wie Gurken, Bohnen oder Erbsen nimmt man für zwei Stück Samen einen Topf mit etwa 9 cm Durchmesser. Beim Saatgut gibt es auch sogenannten pillierten Samen. Damit sind Samen gemeint, bei dem jedes Korn mit einer oft mit Pflanzennahrung aufbereiteten Tonschicht überzogen ist. Dieser Samen ist leicht mit den Händen auszubringen. Die Erde um den pillierten Samen muss immer feucht sein, die Feuchtigkeit löst den Belag auf und der Samen kann keimen. Natürlich gibt es auch Saatbänder oder Saatscheiben.